Archiv der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland


Israel-Reise im Mai 2014
Höhepunkt: Ostfriesland-Haggadah in der Knesset
Für alle Reiseteilnehmer, viele aus Ostfriesland stammenden Isralis, die Israelisch-Deutsche Parlamentariergruppe, den Präsidenten der DIG, Reinhold Robbe sowie für viele israelische Freunde war das ein echtes Highlight und schon ein kleiner Hinweis auf das Jubiläumsjahr 2015, in dem Israel und Deutschland das 50-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Behiehungen feiern: in der Lobby der Knesset wurde die Ostfriesland-Haggadah im israelischen Parlament vorgestellt. Ricardo Fuhrmann bemerkte ganz treffend: Besonders bemerkenswert finde ich, dass dieses Werk nicht im teuren München oder im schicken Berlin geschaffen wurde, sondern "auf dem platten Land" in Ostfriesland!


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Stolpersteinverlegungen in Aurich

In den Stolpersteinverlegungen in Aurich sehen wir kleine Denkmale, die das Bewusstsein für eine ehemalige jüdische Nachbarschaft in unser heutiges Alltagsleben tragen können.

„Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin,
man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“


Details sind zu erfragen unter: luebbers-aurich@t-online.de

Infos unter: stolpersteineaurich.wordpress.com

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20.11.2013: Im Zeichen der Versöhnung - Jüdisches Leben in Aurich

Am 20.11.2013 bot sich im Historischen Museum Aurich in der Reihe „Vortrag, Führung, Kaffee“ folgendes Programm:

Wolfgang Freitag arbeitet seit über drei Jahrzehnten für die Verständigung und Versöhnung zwischen Christen und Juden, zwischen Aurichern und „Ex-Aurichern“.
Aus diesen vielfältigen persönlichen Erfahrungen heraus

gibt er einen historischen Rückblick und ordnet seine Bemühungen in diesen Kontext ein,
zeigt die Schritte der Annäherung der Ex-Auricher zu ihrer alten Heimat auf,
beschreibt die Wirkungen der Versöhnungsbemühungen,
konkretisiert an individuellen Beispielen die Reaktionen ehemaliger Auricher Juden
und erläutert die Bedeutung neuen jüdischen Kunstschaffens in Ostfriesland

Helga Oldermann beschreibt die Möglichkeiten, mit ihr einen Stadtgang auf jüdischen Spuren durch Aurich zu unternehmen.
Im Museum werden die Exponate, die als Gaben der Ex-Auricher auch „Folgen“ der Auricher Versöhnungsbemühungen sind, betrachtet und erläutert.

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8.11 & 10.11.2013: Klezmer-Konzerte in Aurich und Leer

Das Ensemble „Shoshana“ trat am 8.11 in der Reformierten Kirche sowie am 10.11 im Zollhaus Leer auf.

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09.11 bis 15.12.2013: Kunstausstellung „Ostfriesland-Haggadah“ in Aurich

Vom 09. November bis zum 15. Dezember war die Ostfriesland-Haggadah (Kunstausstellung) im Rathaus Aurich zu sehen. 

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09.11.2013: Pogrom-Gedenken

Am 9. November finden vielerorts Gedenkveranstaltungen zu den Pogromen in der „Kristallnacht“ vor 75 Jahren statt.

Die Details zu den örtlichen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte der Tagespresse.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Ostfriesland bittet alle demokratisch gesinnten Mitbürger, durch Teilnahme an diesen Gedenk-Veranstaltungen öffentlich zu zeigen, dass rassistisches Denken im Allgemeinen und Antisemitismus im Besonderen von der großen Mehrheit unserer Gesellschaft abgelehnt werden.
Weil wir froh sind, dass trotz der unvorstellbaren Dimensionen der Shoah das Volk Israel die grauenhaften Verfolgungen überlebt hat und weil wir uns darüber freuen, dass jüdisches Kunstschaffen bei uns in Ostfriesland und in Deutschland insgesamt wieder möglich ist, eröffnen wir in Aurich nach dem Pogromgedenken die Kunstausstellung „Ostfriesland-Haggadah“ im Rathaus Aurich.

18:00 Uhr Pogromgedenken auf dem Synagogenplatz auf dem Hohen Wall in Aurich
ca. 18:45 Uhr Eröffnung Ostfriesland-Haggadah im Rathaus Aurich.

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Vortrag: Irrweg von Theologie und Kirche - wie Jesus zum Arier gemacht wurde

Am 6. Mai 1939 gründeten elf damalige Landeskirchen im Festsaal des Hotels unterhalb der Wartburg ein „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das kirchliche Leben des deutschen Volkes“. Mit seiner Hilfe und fast 200 Mitarbeitern wurden z.B. die Bibel, theologische Schriften und Gesangsbücher „entjudet“. Das Institut arbeitete zusammen mit etlichen staatlichen Behörden und z.B. mit Gauleiter Streicher – dem Herausgeber des „Stürmer“ – in Nürnberg. Ein Förderkreis mit Mitgliedern aus dem gesamten Deutschen Reich unterstützte die Arbeit finanziell.
Bei dem Vortrag geht es nicht um eine „Anklage“ gegen die Kirche als solche – andere Institutionen sind ebenfalls tief gefallen in der Zeit des Nationalsozialismus – und auch Luthers schlimmer Antisemitismus schmälert nicht dessen Werk der Übersetzung der Bibel. Den Hitler-begeisterten „deutschen Christen” stand die bibeltreue „bekennende Kirche“ gegenüber.


Es geht in erster Linie um die Bekanntmachung bisher kaum veröffentlichter kirchengeschichtlicher Zusammenhänge und die Aufarbeitung dieser Wurzeln, die tiefer gehen als wir oft vermuten.

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06.10 bis 01.11: Kunstausstellung "Ostfriesland Haggadah" in Emden

Am 6. Oktober wurde um 17:00 Uhr die Ostfriesland-Haggadah-Kunstausstellung in der Neuen Kirche eröffnet.

Vom 06.10 bis 01.11 war die Ostfriesland-Haggadah in der Neuen Kirche in Emden zu sehen.
Dort war sei die erste Veranstaltung, nachdem sich die Neue Kirche auch als Kulturzentrum versteht.
 

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Fortbildungsveranstaltung bei der „ARO“: Ostfriesland-Haggadah - ein jüdisches Kunstereignis auch für Nichtjuden

Zielgruppe: Lehrkräfte Religionsunterricht (alle Konfessionen), Geschichte, Philosophie, WuN, Kunst Sek I und Sek II
3-stdg. Nachmittagsveranstaltung

Kursleiter: Wolfgang Freitag ( Seminarkonrektor a.D.)
Referenten: Ricardo Fuhrmann (Künstler), Ingo Carl ( FbL WuN an der FCSO, Religionswissenschaftler)

Von Mai bis Dezember 2013 wird es in Norden, Jever, Emden, Leer und Aurich ein besonderes Kunstereignisgeben: Ostfriesland-Haggadah, eine Kunstausstellung von zwei ostfriesischen Künstlern mit jüdischen Wurzeln (Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin). Beide Künstler erzählen die wohl populärste Geschichte des Judentums mit ihren Bildern. Dabei wollen sie die Erkenntnis vermitteln, dass die Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus ägyptischer Sklaverei hin zu Freiheit und Selbstbestimmung natürlich keine exklusiv jüdische Metapher ist, sondern vom Wert der Freiheit für alle Menschen spricht. Nebenbei zeigen sie auch, wie Juden in aller Welt alljährlich dieses Fest der Freiheit (Pessach) feiern.
In unserer Veranstaltung wird Ingo Carl sachlich in die Hintergrundgeschichte einführen (2. Buch Moses), Ricardo Fuhrmann wird die Grundideen des Werkes vorstellen und die besondere Arbeitstechnik der Künstler (Chavrutah) erläutern. Anschließend sollen gemeinsam Ideen entwickelt werden, wie Schüler unterschiedlicher Altersgruppen in verschiedenen Unterrichtsfächern an die Thematik herangeführt und zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema der Ausstellung motiviert werden könnten.

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07.09.2013: Ausflug mit dem Kneipverein

Am Samstag, dem 7. September besuchte die DIG-Ostfriesland mit dem Kneippverein Aurich die am 1. September neu eröffnete Ehemalige Jüdische Schule Leer. Dort bot sich die Gelegenheit zur Betrachtung der Kunstausstellung „Ostfriesland-Haggadah“.

Nach diesem Besuch in Leer ging es weiter zum Kaffee-Trinken nach Bad Zwischenahn und dann zur „mystischen Nacht“ im Park der Gärten mit illuminiertem Park und Lichtershow.

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Kunstausstellung "Ostfriesland Haggadah" in Leer

Vom 02. bis 29. September war die Ostfriesland-Haggadah (Kunstausstellung) in der ehemaligen Jüdischen Schule Leer zu sehen.

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19.02.2013:  "Verletzt Israel das Völkerrecht?" (Dr. Robert Frau)

Die Vorwürfe gegen Israel sind nicht unerheblich. Ist die "Besetzung" der Westbank völkerrechtswidrig? Doch was ist Völkerrecht? Was nicht? Wie sollte sich Israel verhalten? Wie die palästinensische Autonomiebehörde?

Dr. Robert Frau, Jahrgang 1979, Jurist, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Habilitand an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Er schreibt regelmäßig zum (Kriegs-)Völkerrecht und unterrichtet sowohl Studenten als auch Soldaten unterschiedlicher Streitkräfte in dieser Frage. Letzte Arbeiten behandelten das Völkerrecht in der Libyen-Krise.

 Dr. Frau lieferte sehr differenzierte sachliche Analysen.

Ein Abend mit Gewinn! 

Fazit :  in allen aktuell diskutierten Konfliktbereichen bewegt sich Israel überwiegend im Rahmen völkerrechtlicher Regeln. Hinsichtlich der Siedlungspolitik hängt eine rechtliche Bewertung vor allem von der Frage ab, ob gebaute Siedlungen rückgebaut oder von Israelis aufgegeben werden können oder ob sie einen auf Dauer angelegten Bevölkerungs-Transfer bedeuten. - Die Einschätzung zu dieser Frage ist sicherlich vom jeweiligen Standpunkt abhängig und weitgehend spekulativ. Allerdings hat Israel in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass es für Friedensschlüsse (Ägypten, Jordanien) und aus politischer Überlegung (Rückzug Gaza) tatsächlich zu zuvor nicht für möglich gehaltenen Verzichten bereit war.

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26.01.2013: Gedenkfeier zur Wiederkehr des Befreiungstages des KZ Auschwitz

Kz-Gefangene

Auschwitz –
das nahezu Unaussprechliche und das nie Vergangene.
Brockzetel –
das lange Vergessene und Verdrängte
Ein Straf - und Vernichtungslager in der Nähe Aurichs
und mitten in Europa.

In Aurich hat sich erneut ein engagierter Kreis von verschiedenen Initiativen, Kirchen, Schulen, Vereinen und Einzelpersonen gefunden, die an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erinnern wollen. Der Titel „Brockzetel in Europa“ drückt aus, dass Unrecht und Vernichtung nicht nur weit entfernt geschah, sondern direkt in unserer Nachbarschaft. Als Haus der Versöhnung zwischen den Niederlanden und Deutschland und als Seminarort für internationale Begegnungen bietet das Europahaus Aurich den Rahmen und den Ort, um neue und auch alte Fragen zu stellen. Der Geschehnisse in einer stillen und ruhigen Form zu gedenken ist unser Anliegen. aber wir wollen auch über das Unvorstellbare und über das Versöhnende sprechen.

 

Veranstalter:   Europahaus Aurich unter Beteiligung von:

Verein Gedenkstätte KZ Engerhafe

Gymnasium Ulricianum Aurich

Deutsch-Israelische Gesellschaft Ostfriesland

Projektgruppe „Kriegsgräberstätte Tannenhausen“
Hauptschule Aurich

Ökumene in Aurich

Heimatverein Aurich e.V.

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29. November 2012: Rabbiner Jona Simon aus Oldenburg als Gast der DIG-Ostfriesland in Aurich.

• Auf dem jüdischen Friedhof beantwortete er Fragen der Auricher Stadtführer, übersetzte
  Inschriften der Grabsteine und erläuterte Besonderheiten jüdischer Friedhofskultur.
• Im Historischen Museum ließ er sich das integrative Konzept zur Darstellung
  jüdischer Anteile an der Stadtgeschichte erläutern.
• Mit dem Vorstand der DIG-Ostfriesland gab es einen regen Gedankenaustausch
• Am Abend hielt Simon im Hospiz-Verein Aurich einen Vortrag über Gesichtspunkte
  bei der Sterbebegleitung jüdischer Menschen

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9. 11. 2012: dritte Stolperstein-Verlegungen in Aurich

„Nein, nein man stolpert nicht und fällt hin,
man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“


Details sind zu erfragen unter: luebbers-aurich@t-online.de

Infos unter: stolpersteineaurich.wordpress.com

Am Ende der Verlege-Serie wurde die Hinweisplatte von Bürgermeister Windhorst
der Öffentlichkeit übergeben. Sie weist im Gehweg am Hohen Wall den Weg
zum Platz der Synagoge:

  Entwurf des Künstlers
Bernd Clemenz-Weber
Gehwegplatte, Hinweis zum Synagogenplatz 
 

Die Hinweistafel im Gehweg der Friedhofstraße in Aurich

Inschrift: Atar Bet HaKnesset  = Ort/Platz der Synagoge

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17. - 20. Oktober 2012:  Klezmer in Ostfriesland

Andrea Pancur (früher: „Mazel Tov“) ist mit ihrem Quartett “Federmentsh” in Ostfriesland aufgetreten:
• am 17. Oktober in der BBS II in Norden, 19:30 Uhr Conerus-Schule
• am 19. Oktober im Gulfhof Engerhafe, 20:00 Uhr
• am 20. Oktober in Leer, 20:00 Uhr in der Lutherkirche

 Federmentsh:
Im Jiddischen bezeichnet dieser Ausdruck
den Literaten schlechthin.        
                             

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2. bis 11. Oktober 2012: Deutsch-Israelische Jugendbegegnung in Veenhusen



im Oktober haben wir wieder eine Jugendbegegnung zwischen Jugendlichen aus Binjamina und aus Ostfriesland realisiert.

- Ein großartiges Ereignis, das wieder viele Freundschaften hervorgebracht hat. -

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15. 09. 2012: Tagesausflug

Der Kneippverein Aurich unternimmt einen Tagesausflug nach Giethoorn

Auf dem Rückweg wird durch Vermittlung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ostfriesland die Synagoge Bourtange besucht.

Alie Noorlag (Christen für Israel) erläutert den Besuchern die Synagoge und ihre Geschichte.

Kneippausflug-Bourtange

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18. Juli 2012 Stadthalle Aurich: Benefizkonzert dreier Chöre



zugunsten der "Ostfriesland-Haggadah" unter der Schirmherrschaft des Auricher Bürgermeisters Heinz-Werner Windhorst



Die „Neuen Töne“ veranstalten dieses gemeinsame Konzert zum Abschluss ihrer Gastgeberschaft für den israelischen Chor „Kolot BatYam“. An diesem Chortreffen ist auch der Frauenchor „Frisia“ beteiligt. Indem die Chöre die Eintrittsgelder der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zur Verfügung stellen, unterstützen sie deren Projekt, eine „Ostfriesland-Haggadah-Kunstausstellung“ zu ermöglichen. Wenn Juden von diesem unserem Vorhaben hören (Wolfgang Freitag) empfinden sie das als eine echte Sensation und eine richtig aufregende Sache. Deshalb unterstützt KolotBatYam unser Haggadah-Vorhaben voller Begeisterung. Und die beiden Auricher Chöre bedanken sich bei der DIG damit wohl für die vorausgegangenen Erlebnisse in Israel und mit Israelis.

Yona Fadida: Wir sind richtig stolz darauf, dass wir mithelfen können, eine „Ostfriesland-Haggadah“ zu schaffen. Das wird ein sehr symbolträchtiges Ereignis. Gott segne Eure Arbeit!

Kolot BatYam auf dem Auricher Schlossplatz:



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5. Juli 2012 im Historischen Museum Aurich:



Buchvorstellung
"Von Ostfriesland nach Louisiana – Flucht einer jüdischen Familie"

Wolfgang Freitag liest aus der Übersetzung von Rainer Wehlen
der originalen Autobiographie von Hans Sternberg
"We Were Merchants"

Rezension:
Von Ostfriesland nach Louisiana - Flucht einer jüdischen Familie

Das Textilgeschäft Meyer Sternberg gehörte vor 1933 zu den bedeutenden Kaufhäusern der Kleinstadt Aurich in Ostfriesland. Wegen ihrer Religion musste die Familie Sternberg während der Nazi-Zeit aus Aurich fliehen. Der jüngste Sohn, Hans Sternberg hat 2009 die Geschichte seiner Familie veröffentlicht. Rainer Wehlen hat jenen Teil, der die Zeit in Aurich betrifft, ins Deutsche übertragen und mit der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft-Ostfriesland herausgegeben. An der Gestaltung des Buchumschlags arbeiteten zwei Kunstkurse der Integrierten Gesamtschule Aurich-West.

Ich meine, dass Hans Sternberg durch seine persönliche Erzählung, in der er mit historischer Wahrheit sorgfältig umgeht und „nebenbei“ politische und historische Erläuterungen erklärend einarbeitet, Geschichte sehr anschaulich beschreibt und sie dadurch auf einer persönlichen Ebene geradezu erlebbar macht. Seine Schilderungen sind ausgesprochen exemplarisch hinsichtlich der Lebensumstände jüdischer Mitbürger im rassistischen Regime der deutschen Nazis. Gleichzeitig wird auch deutlich, dass die Sternberg-Story eine Ausnahme beschreibt: Die Sternbergs sind weggekommen, sie haben überlebt, und sie haben einen bewundernswerten Aufstieg geschafft.

Sternberg beleuchtet verschiedene Aspekte:
• das unbeschwerte Leben der Familie Sternberg in Aurich vor 1933,
• wie aufkommender Antisemitismus die jüdischen Menschen traf und manche Mitbürger den braunen Trend der Zeit nicht mitmachten,
• wie sich die Familie auf die erzwungene „Auswanderung“ vorbereitete,
• Erfahrungen der Familie im Rückblick und Resümee

Ein Lob dem Übersetzer: Er findet eine angenehm erzählende Sprache, die der Sache angemessen ist. Von Ostfriesland nach Louisiana - Flucht einer jüdischen Familie, Aurich 2012, 96 Seiten (ab 8. Klasse sicher gut geeignet als Ganzschrift im Deutschunterricht oder als Ergänzung für Geschichtsunterricht)

Bezug über DIGOstfrieslandFreitag@t-online.de
Wir erwarten je Buch eine Spende in Höhe von 15,-€
für Klassensätze deutlich weniger. W. F.

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16. -19. Juli 2012 Kolot BatYam zu Besuch Die „Stimme BatYam's“ war in Ostfriesland zu Gast bei der DIGO, dem Chor „Neue Töne“ und dem „Frauenchor Frisia“.



am 17.7. Empfang im Rathaus Aurich durch Bürgermeister Windhorst



(Der BatYamer Bürgermeister Lahiani hatte briefliche Grüße mitgegeben)

17.7. Esens, August-Gottschalk-Haus, musikalische Umrahmung der Neu-Eröffnung des Schulzimmers W.F.: Seitdem das August-Gottschalk-Haus eröffnet wurde, hält die DIG-Ostfriesland Kontakte mit dem Haus und führt ihre Gäste regelmäßig auch nach Esens. Dieses Kleinod zeigen wir unseren israelischen Gästen besonders gerne.

Yona Fadida: Sehr gerne wirken wir bei der Eröffnungsfeier in dieser ehemaligen jüdischen Schule mit. Wir wollen damit auch zeigen, dass wir die Arbeit der Deutschen anerkennen. Wir sind dankbar dass daran erinnert wird, dass es auch hier einmal eine lebendige jüdische Gemeinde gab.



etliche Chormitglieder wagten sich auch richtig ins Watt.


18.7. kleine Zeremonie an den Stolpersteinen vor dem "Wallheimer-Haus" des Europahauses in Aurich



W.F.: Der Chor hat die Patenschaft für einen Stein übernommen und möchte damit seine Anerkennung der Auricher Bemühungen um Gedenken und Versöhnung würdigen und sich daran beteiligen. Für den israelischen Chor ist diese kleine Zeremonie der protokollarische und emotionale Höhepunkt seines Deutschlandaufenthaltes !

Yona Fadida: Als wir von dem Stolperstein-Projekt in Aurich hörten, war ganz schnell klar, dass wir auch eine Patenschaft übernehmen wollten. Wir sind stolz und dankbar für diese Arbeit unserer Freunde hier. Die sorgen dafür, dass die Opfer der Shoah nicht vergessen werden. Dass wir Euch das hoch anerkennen, sollt Ihr wissen. Wir denken, dass diese Erinnerung für nichtjüdische Deutsche nicht leicht ist.

Link zur Zeitungsmeldung:
www.oz-online.de


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30.05. 2012 Auricher Fischbratwurst




Die israelische Journalistin Naomi Mittelmann war als Stipendiatin des Bundestages 5 Monate in Berlin. Eine Woche verbrachte sie auch im Wahlkreis der DIG-Vizepräsidentin MdB Gitta Connemann, der sie zugeordnet war. Auf Einladung der DIG-Ostfriesland fuhr die Israelin nach Aurich, um eine Welt-Neuheit zu verkosten: (fast) koschere Fisch-Bratwurst. (Wobei der Begriff „koscher“ nur umgangssprachlich gemeint ist, weil der Fleischermeister die Fischwurst nicht von einem Rabbiner hat zertifizieren lassen.)




Der Auricher Fleischermeister verwendet dafür ausschließlich koschere Fischarten ohne Fleischzusätze. Der Journalistin erzählte er sehr lebendig von der Entstehungsgeschichte, seinen Misserfolgen und dem letztlich gelungenen Experimentier-Erfolg, der ihm jetzt auch ermöglicht, reine Fischsalami und anderen Aufschnitt auf reiner Fischbasis anzubieten. Wolfgang Freitag von der DIG-Ostfriesland ist nun gespannt, ob sich da interessante neue Kontakte nach Israel anbahnen lassen.






 
 

Informationen des Präsidiums